Schlagwort: Schleichwerbung

Der „Tagesspiegel“ fliegt auf Easyjet (2)

Um die merkwürdige Welle von Easyjet-Artikeln, die der „Tagesspiegel“ Anfang der Woche online veröffentlichte, angemessen würdigen zu können, muss man vielleicht die Titelseite der Zeitung vom vergangenen Sonntag kennen, in der diese Artikel erschienen. „Easyjetset“ stand da in großen Buchstaben vor einem irgendwie heimeligen Bild vom Berliner Fernsehturm im Sonnenauf- oder Untergang: Ich weiß nicht,…

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Der „Tagesspiegel“ fliegt auf Easyjet

Die Fluggesellschaft Easyjet verkauft täglich auf ihren Routen von und nach Berlin-Schönefeld knapp vier Liter Bier. Das ist eine beachtliche Sache. Zwölf 0,33-Liter-Dosen am Tag! Also: fast. Das zeigt, dass es sich für das Unternehmen wirtschaftlich lohnt, Schönefeld anzufliegen. Meint der „Tagesspiegel“. Er hat sich die Bilanz „eigens“ von Easyjet für die eigene Berichterstattung ausrechnen…

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Die Seelen-Verkäufer von „Spiegel Online“ (3)

Angenommen, ein seriöses Nachrichtenmagazin bringt einen großen Bericht über neue Werbeformen, zeigt, wie heikel die sind, und betont dabei, dass man selbst eine weiße Weste hat: „Werbung, die aussieht wie ein Text der Redaktion, wird es nicht geben.“ Und angenommen, dann kommt raus, dass das gar nicht stimmt. Würde man dann nicht, als seriöses Nachrichtenmagazin,…

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Die Seelen-Verkäufer von „Spiegel Online“ (2)

Abruptes Ende einer Partnerschaft: „Spiegel Online“ hat die Unterdomain eurojackpot.spiegel.de abgeklemmt, auf der, als „Service von WestLotto“, im redaktionellen Gewand für die Lotterie geworben wurde. Geschäftsführung und Chefredaktion von „Spiegel Online“ erklärten, die Werbung hätte in dieser Form „nicht live gehen dürfen“. Dass dies dennoch geschehen sei, sei ein „Fehler“. Es war ein erstaunlicher hartnäckiger…

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Die Seelen-Verkäufer von „Spiegel Online“

Der „Spiegel“ berichtet in seinem aktuellen Heft über den Trend zu native advertising: Werbung, die gestaltet wird wie ein redaktioneller Artikel und nur durch einen — mehr oder weniger deutlichen — Hinweis als Anzeige gekennzeichnet ist. Das Stück referiert die aktuellen Diskussionen in den Vereinigten Staaten und Deutschland und zeigt, wie heikel solche Formen für…

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NDR verwischt Spuren am „Tatort“

Anders als YouTube behauptet, war es nicht der „Nutzer“, der den Zusammenschnitt von Auto-Szenen aus dem jüngsten Hannoveraner „Tatort“ gelöscht hat. Es war der NDR, der das Videoportal nach eigenen Angaben „aus urheberrechtlichen Gründen darum gebeten hat, das Video offline zu stellen“. In dem Film waren liebevoll alle Szenen aus dem Charlotte-Lindholm-„Tatort“ aneinandermontiert worden, in…

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„Mit Blau kann man nichts falsch machen“

Der Presserat ist ein komischer Verein. Vor ein paar Tagen gab er bekannt, die „Rheinische Post“ wegen Schleichwerbung gerügt zu haben. Es geht um einen Artikel, der am 9. April 2011 unter der Überschrift „Urlaub im Luxusbus“ erschienen ist: Reisen mit komfortablen Bussen boomen. Die Touristen schätzen die Rundum-Betreuung und die vielfältige Auswahl. Meinhold Hafermann…

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Schleichwerbung? Bei Ruth Moschner sieht der MDR das nicht so eng

Die Moderatorin Ruth Moschner lässt sich dafür bezahlen, Sendungen zu moderieren, die aussehen wie redaktionelle Kochshows, in Wahrheit aber dazu dienen, bestimmte Produkte ins Bild zu rücken. Erstaunlicherweise scheint diese Tätigkeit eine Arbeit als Moderatorin beim öffentlich-rechtlichen MDR nicht auszuschließen. „Ruth kocht gut“ heißt die Kochshow auf Bild.de, die Unternehmen und Verbände für Werbung buchen…

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